Aktion: Klausenpass
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Diskussionen (letzte Überarbeitung 14.5.2015)

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Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Klausenpass


Liebe Familie Schubert,
meine Frau ist Jahrgang 1951, unser Sohn ist 1975 und ich bin 1946 geboren und wir fahren alle drei Motorrad. Seit Jahren bereisen wir die Alpen in der Schweiz und die franz. Seealpen und den Sommer, also Motorradzeit, haben wir sehnsüchtig jedes Jahr erwartet.
So ist es auch dieses Jahr! Wir kommen vom flachen Niederrhein und kennen und fahren hier keine Berge.

Als wir vor mehr als 14 Jahren von Vaduz/Lichtenstein über Glarus dem Klausenpass entgegen fuhren, sahen wir in den ersten 2 Kurven des Passes ( waren mit Kopfsteinpflaster ausgebildet) Unfallspuren und wie man uns oben angekommen erzählte, war am Tag zuvor dort " ein Deutscher" Kradfahrer zu Tode gekommen. - Derartige Geschichten haben wir uns häufig angehört und im Stillen gebetet und gehofft, das uns nicht Gleiches widerfährt. 
Bis jetzt haben wir einen Schutzengel gehabt und wie lange geht das gut?
Vor 2 Monaten habe ich mir mit fast 69 Jahren eine R 1200 RT gekauft, wider jeden Verstandes, den man in meinem Alter haben sollte. Meine Frau fährt eine R 1100 R und mein Sohn eine K 1200 RS - muss das so sein?

Ich habe schon früher einige Freunde durch tödliche Motorradunfälle verloren, lernt man niemals im Leben aus?

Liebe Familie Schubert, Sie sehen also, wie sehr uns Ihr Schicksal berührt hat. Sie haben sicher eine gute Sache angestoßen, es müsste für jeden Kradfahrer lehrsam sein, Ihre Worte die mit dem Tod Ihres Sohnes verbunden sind, zu beherzigen.

In den Augen der Schweizer Bevölkerung ist der Klausenpass einer der schönsten Pässe in der Schweiz - na ja, - wir sind diesen Berg schon 8 -10 mal von beiden Seiten gefahren, von Glarus aus etwas einfacher, aber genauso gefährlich. 

Mit freundlichen Grüßen

R.P. Hess


Sehr geehrte Familie Schubert,

ich befuhr am 18.07.2013 zum etwa 5 Male den Klausenpass. Mehr durch Zufall kam ich zuvor auf Ihre Internet Seite.

Dies war der Grund die Strecke genauer anzusehen.

Da ich fast alle Pässe der Schweiz bereits befahren habe bin ich zu dem Schluss gekommen: Der Klausen Pass ist der
Gefährlichste von allen.

Die Passage Linie ist noch immer nicht mit entsprechenden Leitplanken gesichert.

Am Pass angekommen sah ich einen Betonmischer LKW mit entsprechendem Speed Richtung Lini fahren.

Ob er Motorradfahrer mochte würde ich eher verneinen.

Allerdings habe ich auch Motorradfahrer gesehen die unverantwortlich die Lini befuhren.

Mein Fazit: Jeder normale Motorradfahrer kann am Klausenpass ohne jegliche Schuld zu Tode kommen.
Die Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer ist hier wichtiger als an jedem anderen Schweizer Pass.

Ich wünsche mir dass Ihre Seite von den entsprechenden Verkehrsteilnehmern gelesen und berücksichtigt wird.

Mit freundlichem Gruß
Karl Retter


Absender: Falko Selbmann

Thema: Lini Beitrag:

Hallo alle zusammen, ich bin zu Pfingsten 2012 die Lini gefahren und zwar von Ost nach West. Die Bilder auf eurer web-side hatte ich mir zuvor angeschaut. Ich glaube, die gefährlichere Richtung ist die von West nach Ost. Da fahren viele Biker aus Respekt vor der großen Höhe (Höhenangst) zu weit in der Mitte der Straße. Ist nur so ein Gedanke von mir.

Hallo Familie Schubert,
es ist sehr interessant, daß sich alle Unfälle aus der gleichen Richtung passiert sind.
Daraus ergibt sich für mich ein Lösungsansatz. Man müßte das Geländer an den gefährlichen
Stellen (Kurven) weniger transparent gestalten. Somit würden mehr Biker (Töfffahrer ;-)) weiter
am Rand und somit weiter von der Straßenmitte entfernt fahren. An den geraden oder übersichtlichen
Stellen könnte das Geländer so bleiben wie es ist. Somit würde sich der Aufwand auch auf
ein Minimum begrenzen.

Erstellungsdatum: 01.06.2012


Liebe Eltern Schubert,

den exakten Jahrestag habe ich zwar nicht eingehalten - aber nachdem es jetzt 10 Jahre her ist und ich (in größerer Entfernung wohnhaft und bei früheren Gelegenheiten per Motorrad mit Jürgen unterwegs gewesen) dieses Jahr wieder einmal am Klausenpass war, kommen mir folgende Gedanken:
Oben auf dem Paß bin ich (aus anderem Anlaß) mit einem einheimischen Motorradfahrer ins Gespräch gekommen. Nach ein paar Sätzen meinte er "ich hab' Dich vorhin dort stehen sehen, wo der Deutsche abgestürzt ist - kanntest Du den etwa?" Weiter unten Richtung Glarus hätte er auch schon zwei Kollegen verloren ...
Bezüglich einer Gefahrenbeschilderung fiele mir das "Ufer" (Zeichen 129 nach deutscher StVO) ein - wahrscheinlich habe ich das schon früher mal angesprochen, aber ich weiß nicht mehr, in welchem Zuhörerkreis. Beim bisherigen (mutmaßlich) saisonalen Schild "Geländer entfernt" erschließt sich einem der tiefere Sinn nicht ohne weiteres ("Geländer gibt's am Balkon oder an der Brücke, aber eine Brücke von 12 km Länge, von der zudem hier nichts zu sehen ist? Und 'entfernt' ist beispielsweise Stuttgart von München, nämlich 240 km ..."), bzw. erschloß sich mir nur durch die Kenntnis von dem konkreten Unfall.

Ob es das Schild "Ufer im amtlichen Schweizer Verkehrszeichenkatalog gibt (auf Anhieb zumindest finde ich es nicht), entzieht sich meiner Kenntnis - ob das die Aufstellung eher erleichtern oder erschweren würde, sei dahingestellt. Gegebenenfalls könnte man das Auto durch ein Motorrad bzw. die Wellen durch Hügel ersetzen bzw. den Zusatztext "200 m Falltiefe" (oder wieviel es sind) dazuschreiben.

Bei dem "kurz" nach Jürgens Unfall angebrachten Schild "Gefährliche Strecke" war mein spontaner Gedanke etwas wie "naja, gefährlich ist viel, wenn der Tag lang ist - was soll hier so Besonderes sein, wenn man nicht das konkret stattgefundene Ereignis kennt ..."

Mit freundlichen Grüßen
Martin Theodor Ludwig


Beitrag:

Heute sind wir aus dem Schweizurlaub nach Hause zurückgekehrt in die flache Rheinlandschaft bei Köln. Die Rheinquelle war eins unserer Ziele - als Kölnerin muß man am Ursprung des Vater Rheins auch mal gewesen sein. Auf der Rückfahrt zum Feriendomizil am Walensee entschieden wir uns dazu, über den Klausenpass zu fahren.
Was wir nicht wußten, wie anspruchsvoll die Strecke ist!!!!!!!! Ich war schon froh, daß mein Mann Michael als erfahrener Reisebusfahrer die Situation richtig einzuschätzen wußte. Und wenn Du ja einmal im Klausenpass bist, gibt es kein Zurück....Dann tauchen plötzlich Schilder auf "gefährliche Strecke". Ich schlage vor, schon beim Einstieg in den Pass, darauf hinzuweisen.
Mir scheint sowieso, daß der Klausen nur für erfahrene "Passfahrer" mit dem nötigen Respekt für die Strecke geeignet ist. Ich jedenfalls habe diesen Respekt und werde nie mehr diesen Pass fahren. - Ich bin tausend Tode gestorben auf dieser Fahrt immer nahe am Abgrung. Trotz Michaels besonnener Fahrweise hätte es nur eines unbedachten Gegenfahrers bedurft - egal ob Auto oder Biker - und der Flug in den Abgrund wäre sicher gewesen.
Wenn die Strecke auch für unbedarfte Touristen wie uns sicher gemacht werden sollte - was ich für Quatsch halte - sollte man den Pass komplett übertunneln, dann siehst Du nicht mehr, wie steil es abwärts geht! - Schade dann um die schöne Aussicht....

1. November 2011

Brigitte Klapper

Hallo Herr Schubert,
vielen Dank für Ihre Reaktion zu meinem "Erfahrungsbericht".
Der letzte Absatz meines Briefes war ironisch gemeint:
Solch eine Strasse kann man nicht richtig sicher machen, weder für 2- noch für 4-Räder!

Die Verantwortung liegt bei jedem selbst, der diesen Pass fährt.
Aber - wissen sollte man schon vorher, was einen da erwartet!

Viele Grüße
Brigitte Klapper 


Neuer Beitrag für das Diskussionsforum:

Absender:    Kaufmann
E-Mail:      info@klausenpasshoehe.ch
Telefon:    
Thema:       Lini

Guten Tag
Es ist für jeden Angehörigen tragisch Personen durch Strassenverkehrsunfälle zu verlieren. In Ihrem speziellen Fall
auf der Klausenstrasse in der Lini ist die Bestürzung sicher doppelt so gross. Tatsache ist, dass seit der neuen Beschilderung
tödliche Unfälle ausgeblieben sind. Dafür herzlichen Dank.

Nun wäre es an der Zeit einen Schussstrich zu ziehen. Dank Ihrer Aktion wird der Klausenpass heute rigoros gesperrt, sobald das Geländer entfernt wird. Das geht zu Ungunsten der einheimischen Bevölkerung die den Pass früher noch benutzen konnte um in den Urnerboden zu gelangen. Eine 100 % Sicherheit gibt es nirgends.

Deshalb bitte ich Sie,nach acht Jahren Ihren Sohn endlich in Frieden ruhen zu lassen und Ihre Aktion Klausenpass aufzulösen.

Mit freundlichen Grüssen
Hanspeter Kaufmann
Hotelier
Hotel Klausenpasshoehe
PS. Ich erwarte keine Antwort.

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Erstellungsdatum: 15.10.2009

Unsere Antwort:

Sehr geehrter Herr Kaufmann,

vielen Dank für Ihre Zuschrift, die wir demnächst ins Intenet übernehmen werden.
Auch wenn Sie keine Antwort erwarten, möchten wir hier doch ein paar Sachen klarstellen.

Wenn Sie meinen wegen uns wird der Klausenpass früher als sonst gesperrt, so überschätzen Sie damit unsere Einflussmöglichkeit.
Diese Situation kommt nur vom Amt und wurde uns in einem Gespräch bereits im letzten Jahr erläutert.
Das hängt alleine mit dem Schutz der Strasse (Feuchtigkeit und Frost) und unnötiger Gefährdung zusammen, für die dann das
Tiefbauamt verantwortlich wäre. In dieser Richtung hat uns das Tiefbauamt noch nie irgendwelche Zugeständnisse gemacht,
mit dem Hinweis "das wäre politisch nicht durchsetzbar".
Was wir jetzt noch erreichen möchten ist "nur" eine Markierung an der unfallträchtigen Stelle, für den Zeitraum zwischen dem Abbau des Geländers und der endgüligen Schliessung der Passstrasse.
An diesen Punkt feilen wir seit 3 Jahren.

Uschi und Hartmut Schubert


Absender: Joe Giger

Thema: Klausenpassstrasse

Beitrag:
Hallo Motorradfreunde,

ich weiss, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist, und ich möchte den Hinterbliebenen der tödlich Verunfallten auch mein
Beileid aussprechen, trotzdem muss ich sagen, die Klausenpassstrasse braucht keine spezielle Absicherung, auch nicht an der "Lini". Es ist nicht nötig, dass man jede Passstrasse zu einer Autobahn ausbaut. Wenn jeder die Geschwindigkeit seinem Fahrkönnen anpasst, passiert da überhaupt nichts. Ich fahre seit mehr als 30 Jahren regelmässig über den Klausen und geniesse die "Lini" jedesmal. Als ich vor ca. 5 Jahren die Warnschilder "Gefährliche Strecke" das erste mal gesehen habe, musste ich mich fragen was an der Strecke denn nun plötzlich gefährlich sein soll. Das einzige was da gefährlich sein kann sind die Fahrzeuglenker die mir entgegenkommen, egal ob Auto oder Motorrad. Wenn jemand ein Problem hat mit der
Klausenpassstrasse dann hat er nichts verloren auf einem Motorrad.

Ich wünsche allen eine schöne und unfallfreie Motorradsaison

Mit freundlichen Grüssen

Joe Giger

Erstellungsdatum: 27.09.2009


Thema: Unfall

Jeder Motorradfahrer kann diese Strecke bei jedem Wetter als gefährlich einstufen. Dazu braucht es nicht mal eine Warntafel. Aber ist die Botschaft mit Warntafeln usw. wirklich die Richtige. Heisst das für mich als Motorradfahrer, dass ich in Zukunft nur dort mit gefährliche Stellen rechnen muss wo Warntafeln sind! Keine Warntafel = keine Gefahr. Diese Botschaft wird auch weitergegeben mit solchen Aktionen. Wie sieht es aus mit Selbstverantwortung, Selbsteinschätzung der Strecke und deren Gefahren und halt die Konsequenzen aus seinem Fahrstyl selber tragen. Jetzt soll die allgemeinheit für ein paar (teilweise verrückte) Motorradfahrer hier einen Berg einem Freizeitvergnügen anpassen. Welchen Fehler hat der Berg gemacht? Welchen Fehler hat der Motorradfahrer gemacht? Aber Schuld soll der Berg sein? Ich will keinen beleidigen schon gar nicht jemand der leider nicht mehr lebt. Aber es gibt auch noch eine andere Sichtweise der Dinge. Ich bin selber sehr aktiver Motorradfahrer mit jährlich 25'000 km auf dem Motorrad und kein Motorradhasser.

Absender: Ernst Bühler

Erstellungsdatum: 14.06.2009


Absender: Bernd
Thema: Aus einer anderen Sicht

Beitrag:

Hallo, allererst ... mein Respekt über die anhaltene Trauer eines geliebten. Die Zeit heilt halt doch nicht alle Wunden. Auf die Gefahr hin das mein Beitrag kein öffentliches Gehör findet möchte ich meine Gedanken trotzdem aussprechen. Ein Verhindern von Unglücken sollte man nicht immer mit Eingriffen in eine andere Lebenswelt verhindern ... Zäune, Schilder und Verbote verunstalten unseren Alltag im Überfluß.Der Kopf / Hirn des Menschen ist hier gefordert, dass ist es doch was uns vom Animalischem unterscheidet.

Bei Unfällen ohne Fremdeinwirkung .. und das ist nicht nur meine Aussage, gibt es nur 2 Möglichkeiten : 1. Technisches Versagen

2. Menschliches Versagen

eine dritte Möglichkeit ist ...

nie schneller fahren als der Schutzengel fliegen kann. Ich möchte mir nicht anmassen zu beurteilen was hier nun Fakt war, sondern einfach nur sagen, nicht das Umfeld muss sich ändern, sondern der Mensch!

Auch will und kann ich nicht behaupten, welche Art von Mitbürger die Opfer waren...aber was auf viele Mitmenschen zutrifft .. einige übertreiben oft, andere seltener, aber in beiden Fällen schadet es nicht nur diese Personen selbst, sondern oft auch völlig unbeteiligte.

Ich selbst fahre seit 25 Jahren Motorrad, hatte drei Unfälle und auch wenn man / ich gern anderen die Schuld zuweisen möchte, in allen drei Fällen, war ich selbst Schuld wenn auch nicht von rechtlicher Seite..ich habe einfach mich und andere Verkehrsteilnehmer und deren Fehlverhalten falsch eingeschätzt. Aber so fatal es auch klingen mag, ich war bereit aus meinen schmerzlichen Fehlern zu lernen und fahre heute mit mindest. 2 paar Augen und 2 x Hirn durch die Gegend.

Ich hatte glücklicher Weise die Gelegenheit, mein Verhalten zu überdenken und zu korrigieren - dieses Glück ist nicht allen beschert. In einer Zeit wo man in Deutschland bei Tempo 180 Km/H auf der Autobahn eher als ein stehendes Hindernis angesehen wird.

Leider ist vielen Menschen verloren gegangen, dass wir alle die gleiche Lebens und Bewegungsberechtigung auf diesem Planeten haben, einzel Sondergenehmigungen wurden nicht erteilt !! Was ich aber wirklich nachvollziehen kann, ist der Schmerz und die Trauer hinterbliebener eines Menschen, den diese so niemals losgelassen hätten.

- DAS geht nie vorbei -

Erstellungsdatum: 12.02.2009


18. August 2008

Absender: Eva Bender


Hallo,

bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestossen - nachdem wir in einer Gruppe von 4 Mädels per Motorrad am vergangenen Sonntag den Pass befahren haben, muss ich sagen, dass mich der Fahrstil einiger Verkehrsteilnehmer schon gewundert hat. Es gibt Autofahrer, die keinen Plan haben, wie breit das Auto ist und fröhlich in der Mitte fahren (der gesamten Fahrbahn). Selbst wenn man als entgegenkommender Motorrad- oder Autofahrer auf seiner Hälfte bleibt, hat man Probleme und muss unnötige Ausweich- oder Bremsmanöver leisten. Es gab 1 einheimischen Motorradfahrer, der in einer Rechtskurve (rechts waren Felsen, war auf dem Runterweg nach Glarus) einen Rennradfahrer überholte (beide waren nicht langsam) - wenn hier ein Auto entgegen gekommen wäre und der Motorradfahrer unwillkürlich nach rechts gezogen hätte... ich weiss nicht, wo der Radfahrer hätte Platz haben sollen. Dieser Motorradfahrer kennt vielleicht den Streckenverlauf, aber er wird auch nicht hellsehen können, ob / wie weit in der Mitte ein anderer entgegenkommt. Sportwarenfahrer preschen auch in absoluter Ideallinie in voller Fahrt an dem Pass herum - es sind beileibe nicht nur die Motorradfahrer, die unvernünftig sind - aber die können es sich halt auch noch weniger erlauben, weil man einfach ungeschützter ist. Ich kann nicht verstehen, was toll daran ist, Kurven zu schneiden. Die Kurve ist doch der Gag am Motorradfahren, wieso soll man sich die dann "gerader" machen ? Bei der nächsten Pause will ich auch erzählen können, was ich gesehen habe - und nicht nur Strasse.... weil vor lauter Schnellfahren kein Blick mehr in die Weite gehen darf. -> aber, Verbreiterung, besser Übersicht macht die Strecke meiner Meinung nach nicht sicherer, sondern verleitet wieder nur zu schnellerem Fahren - Pässe fahren ist schön, aber bis zu einem gewissen Grad eben auch gefährlich.

Viele Grüße aus Deutschland, Eva Bender

-> am Hahntennjoch hatten wir vor einigen Wochen übrigens einen Autofahrer (einheimischer), der versuchte, uns beim Überholen (es war wochentags, kaum Verkehr und wir haben mit genügend Abstand und an übersichtlicher Stelle überholen wollen) per plötzlichem nach links ziehen vom Motorrad zu holen. Seine Manöver bei meinen beiden Vorausfahrern waren so extrem, dass er beinahe selbst ins Schleudern kam! Wir haben ihn dann angehalten, er machte noch ganz grossspurig das Autofenster auf und auf die Frage von meinem Vordermann, was das soll meinte er nur "ihr seid nicht so beliebt wie ihr meint, ihr Scheiss-Motorradfahrer" Das muss man sich mal geben, das ist wirklich der Gipfel. Und in einem kleinen Ort am Pass, in dem eigentlich 30er-Limit ist fuhren nicht wir mit über 60 durch, sondern das einheimische Auto vor uns....

Erstellungsdatum: 12.08.2008


11. März 2007

Absender: Dinuzor

Guten Tag

Ich bin durch Zufall auf diese Seite im Internet gestossen, da ich nach 7 Jahren Töffpause wieder Motorrad fahren möchte.
Auch ich habe einen sehr guten Freund bei einem Motorradunfall auf einer Passstrasse verloren. Nicht am Klausen, sondern am Susten. Bei ihm war es kein Fahrfehler, sondern ein entgegenkommendes Auto das die Sicherheitslinie massiv überschritten hatte.
Als erstes möchte ich sagen, das ich ihre Aktion den Klausenpass, spez. die Lini, sicherer zu gestalten als sehr lobenswert und beachtenswert einschätze. Hut ab. Als Schweizer stimmt es mich sehr nachdenklich, wenn zuerst jemand aus dem Ausland verunglücken muss, dessen Angehörigen eine Aktion ins Leben rufen müssen, bis die Behörden endlich etwas tun. Denn der Klausen gehört zu einer meiner beliebtesten Strecke mit dem Motorrad. Da ich die Begebenheit dieser Passstrasse schon seit
Kindesbeinen auf  kenne ( wohne ca. 20 km entfernt ), fahre ich diese Strecke immer mit dem nötigen Respekt. Auch ich hatte schon brenzlige Situationen an der Lini erlebt, und mich gefragt wieso die Behörden nicht mehr zur Sicherheit beitragen. Warntafeln, Leitplanken, oder ähnliches.
Doch dies scheint eine Schweizerische Art zu sein. Nach dem Motto: Wir kennen den Weg. Die anderen sollen selber sehen. Ich habe schon einige Strassen dieser Welt befahren. Mal abgesehen von Drittweltländern darf  ich, glaub ich, sagen, das es in den meisten "westlichen" Ländern, inkl. Australien, solche heikle Strassen wesentlich besser abgesichert sind als es die Lini ist. 3 Meter Schnee hin oder her. Da es sich um keine wichtige Transitstrecke handelt, wird auch nicht allzu viel zur Absicherung unternommen. Schade eigentlich.

Nochmals mein Respekt und meine Hochachtung vor ihrer Aktion und natürlich mein Beileid für ihren Sohn.
Die Welt bräuchte mehr solcher engagierter Personen. Nicht nur zur Erhöhung der Strassensicherheit.

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz
Dinu


20. Oktober 2006
hallo, ich fahre auch öfters über den Klausenpass. Ein weiterer Verbesserungsvorschlag meinerseits wäre, die Beschildung der Gefahr eindeutiger zu machen. 
Vorschlag: ACHTUNG UNÜBERSICHTLICHE STRECKE.
Dann weiß man, daß es sich nicht nur um eine Gefahrenstelle, sondern auch um eine nicht einsehbare Streckenführung handelt.
Vielen Dank für eure Initiative.

mit freundlichen Grüßen
Martin Litterst

4. September 2005
Viele von Euch haben sicher die Seite
"Der erste Erfolg - Arbeiten an der Klausenpassstrasse" angeschaut und viele davon in diesem Jahr auch den Klausenpass wieder befahren.
Wie ist die Situation im jetzigen Zustand??? Uns würde Eure Meinung dazu interessieren. 
U. und H. Schubert

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Absender: Herger Hans

Thema: "Fangzaun"

Liebe Familei Schubert

auch ich bedaure den Tod Ihres Sohnes zutiefst. Ich wohne unmittelbar an der Klausenstrasse cirka 4 km entfernt von der
Stelle wo Ihr Sohn sein Leben lassen musste. Die letzten 4 jahre kam es zum Glück zu keinem tödlichen Unfall bin der Lini, was mich bei der Fahrweise von sehr vielen Töfffahrern ehrlich gesagt wundert. Jeder weiss dass er nach Strassenverkehrs- gesetz auf halbe Sichtweite anhalten können sollte. Ich bin auf besagter Strecke mindestens 2 mal wöchentlich unterwegs, sei es als Velofahrer oder als Autmobilist und sehe immer wieder sehr unvernünftige Töfffahrer die überall Kurven schneiden und an unübersichtlichen Stellen überholen. Was nützt es da die Strassen breiter zu machen, es wird ja nur schneller gefahren.
Zu Ihrem Vorschlag betreffs Fangzaun kann ich nur den Kopf schütteln. Wie hoch/breit soll den der bitte sein. Wieviele Tonnen Fliehgewicht soll der bitte aushalten. An besagter Stelle liegen im Winter bis zu 3 (Drei!!) Meter Schnee. Lawinen donnern da mit Riesengewalten zu Tale. Und da wollen Sie Verankerungen für einen Fangzaun montieren? Der Zaun müsste jeden Herbst demontiert und im Frühling wieder montiert werden. Und was passiert wenn der Zaun einen Sturz nicht halten kann oder 2Meter zu früh endet?? Vielleicht meint dann irgendeinmal einer es sollte auch ein Fangzaun für Autos erstellt werden. (Auch solche und LKW sind schon einige abgestürtzt) Dann wird wohl irgend ein Gericht den Staat zu Schadenersatz verurteilen. 
Ich meine wenn einer Töfffahren will soll er sich der Strecke anpassen und nicht umgekehrt.
Wie gesagt es tut mir leid um Ihren Sohn. Vielleicht bin ich der Nächste sei es mit dem Velo oder auch mit dem Auto, ich weiss es nicht, Ich hoffe aber dass meine Eltern nicht der Strecke die Schuld geben sondern in Gottes Namen dem Schicksal in die Augen sehen und es akzeptieren. Bitte beenden Sie die Hetze gegen den
schönen und sehr bekliebten Klausenpass.

Mit freundlichen Grüssen

Hans Herger

Erstellungsdatum: 13.09.2006

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Absender: Winter

Thema: Biker

Beitrag:
als seit über 20 Jahren leidenschaftliche Paßfahrerin per Fahrrad und Auto (ca. 20 Touren pro Jahr) 
hab ich ja einiges an Erfahrung und dabei viel Unerfreuliches gesehen. Ich kenne soziemlich alle Pässe 
in Italien und der Schweiz, besonders gut den Klausenpaß und das Stilfser Joch. Und bin obendrein 
Mutter eines Sohnes, der mit 30 Jahren als erfahrener und nicht abenteuerlich veranlagter Motorradfahrer 
einen schweren Unfall mit Wirbelbruch (nicht am Berg), zum Glück ohne spätere Folgen, überstanden hat.
Das Radfahren in den Bergen hab ich aus Angst vor den Bikern bald aufgegeben und nur noch als Lenkerin 
des "Begleitfahrzeugs" eines Radlers gemacht. So bedauerlich jeder Unfalltote natürlich ist, so 
selbstverschuldet ist dieser Tod aber auch in fast allen Fällen. Und die eingeforderten Befestigungen 
auf Bergstraßen erinnern mich immer an die Vorwürfe der Hinterbliebenen von Bikern, welche gegen 
einen Baum fuhren, doch bitte auf schnurgeraden Straßen die Alleebäume zu fällen. Das war jetzt absolut 
nicht polemisch gemeint, sondern oft gehört und gelesen.

Und da der Mensch. wo immer er kann, versucht, sich die Natur untertan zu machen, jeden Trampelpfad 
am liebsten bis zu den höchsten Gipfeln asphaltieren würde - da fällt mir als Beispiel der Gaviapaß ein - 
dann geht mit dem Respekt für die Natur halt meist auch das Gefühl für die sie, ihre Gewalten und 
Gefahren, verloren.

Erstellungsdatum: 28.04.2006

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Absender: Reinhard Huber

Thema: der klausen

Beitrag: etwas zum nachdenken!

ich bin ein gestandener biker und ich fahre sehr viel mit dem motorrad in den alpen und mir ist einiges
untergekommen. grundsätzlich neige ich zu der auffassung nicht jede kurve soll begradigt werden. wird 
die strasse besser- wird noch schneller gefahren! ich weiß aus beobachtungen, gesprächen über andere
motorradfahrerinnen; dass sie teilweise überfordert sind; dass sie sich zu große etappenziele stecken;
dass sie übermotiviert sind; dass sie mangels kontrollen der meinung sind, die alpenpässe sind rennstrecken 
und man muss "es" dem da vorne zeigen (den man manchmal ja nicht einmal kennt!); dass sie kehren falsch 
fahren (blicktechnik) dem faktor mensch kann man mit ausbildung entgegenwirken. hier ist die fahrausbildung 
gefordert das fahrpraxistraining zu verbessern. es kann auch jeder für sich selbst etwas tun durch den besuch 
eines motorradtrainings. 
weiiters dient es auch nicht der verkehrssicherheit in österreich, wenn in deutschen motorradmedien 
geschwingkeitskontrollen der exekutive als strassenräuberei dargestellt wird.

ich wünsche allen motorradfahrerinnen eine unfallfreie fahrt

reinhard huber

Erstellungsdatum: 24.04.2006

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Absender: Fips

Thema: Biker und Pässe

Beitrag:

Jeder Unfalltote ist zuviel. Ich selbst bin kein Biker. Ich kann aber die Gefahren erkennen. 
Fast alle schweizer Pässe kenne ich sehr gut. Und besonders ist mir das Jahr 2003 im 
Gedächtnis. Der Herbst in Graubünden war einfach wunderbar. Für jeden Biker ein
muss über die Pässe zu "Bikern". Und einige hatten das berühmte Erkennungsband vom 
Motorrad Gottesdienst an ihren Maschinen.
Aber bei wirklich 50 % wäre jede Gebete umsonst. Als Autofahrer standen mir die Haare 
zu Berge. Ob Gegenverkehr, ob unübersichtliche Stellen, Egal, wir haben ja gemeinsam gebetet.

Leute, das ist purer Egoismus. Auch der Autofahrer hat das Recht 
auf ein Gebet. 

Übrigens, einige Pässe habe ich per Fahrrad erfahren. Und hier war mir klar, bergab kann auch 
für mich als Radler die Strasse sehr schmal werden. In einem Fall bin ich hinter einem Golf
hergebummelt, der Gegenverkehr hätte mir keine Chance gegeben.
Wenn ich als Radfahrer bergab bei tempo 60 km/h schon über die Hälfte der Strasse benötige, 
Leute, was braucht ihr Biker bei Tempo 100?

Gott mit Euch, kein Zweifel, aber mit uns anderen auch!

Herzliche Grüße,

Fips

Erstellungsdatum: 15.04.2006

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Absender: Kunz Thommy

E-Mail: thommy.kunz@swissheli.ch

Thema: Gute Idee, aber fragwürdige Hintergründe

Beitrag:

Sehr geehrte Familie Schubert

Grundsätzlich befürworte ich jeden, der den Straßenverkehr etwas sicherer machen will. Ihre Aktion hat aber einen entscheidenden Hacken: Ich arbeite in einem Unfallbergebetrieb und weiß, dass Unfälle nicht wegen schlechter Straßenverhältnisse geschehen, sondern wegen nicht anpassen der Fahrweise an die Straßenverhältnisse. Jeder Unfall mit Körperverletzung ist tragisch und jeder Unfall ist einer zuviel. Aber die Motorradfahrer- und gerade jene Gäste aus Deutschland, die den Klausenpass und unvernünftige forscher Fahrweise erklimmen, werden in den Alpen immer Strecken finden, die gefährlich sind und entsprechend "unfallträchtig". Glauben Sie mir, ich weiß von was ich rede, es ist Teil meines Berufes ! Statt in der Schweiz die Strassen Euren Bedürfnissen an zu passen, würdet Ihr besser dafür sorgen, dass die Motorradfahrer ihre Fahrweise den Strassen anpassen. Mir kommt die Aktion etwas "Bevormundend" vor. Sie gibt mir das Gefühl, dass Deutsche Motorradfahrer uns Schweizern zeigen wollt, wie man Strassen "Motorradtauglich" macht. Vergessen Sie aber nicht, dass diese Strassen auch von anderen Menschen benutz werden und dass die Alpstrassen nicht die Rennstrecken für Europas Motorradfahrer sind. 

Mit freundlichen Grüssen

Thommy Kunz

Erstellungsdatum: 22.02.2006
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Absender: Peng's Fahrschule (Roger Peng)

E-Mail: fahrschule.peng@gmx.ch

Thema: Fragwürdig!!!!

Beitrag:

Zuerst einmal möchte auch ich mein herzliches Beileid aussprechen. Es ist immer tragisch ein Familienmitglied zu verlieren, egal auf welche Art. Ich war am letzten Sonntag an der Motorrad Messe in Zürich und habe dort euren Stand gesehen. Ich habe mir dort auch das Infoblatt besorgt, doch kurze Zeit darauf musste ich den Kopfschütteln und mich hinterfragen was ihr Euch da überlegt. Als Motorrad-Fahrlehrer muss ich mich ernsthaft fragen wo das hinführen soll??!! Wer ist das schwache Glied in der Kette? - Die Strasse ? oder - Der Motorradfahrer ? Der Klausenpass ist sozusagen mein Hauspass, ich wohne nur wenige Kilometer von dieser Strecke entfernt. Es kann doch aber nicht sein das eine Strasse so ausgebaut wird das sie zur Rennstrecke wird. Wenn dort Mauern und Zäune gebaut werden dann gibt es nur noch mehr tödliche Unfälle.
Wenn die heutigen Motorradfahrer zum Teil so Hirnlos herumfahren (Motor an - Hirn aus), dann habe ich kein bisschen Mitleid mit selbstverschuldeten Unfällen.
WIR MÜSSEN UNS DER STRASSE ANPASSEN, NICHT DIE STRASSE UNSEREN BEDÜRFNISSEN!
Mein Vorschlag wäre das Geld besser in Motorradweiterbildungskurse zu investieren, zur Prävention! Das nützt viel mehr! Und evtl. für weniger Geld eine Warntafel, mit der Anzahl Toten auf dieser Strecke, zu montieren. Dies schreckt wenigsten ein bisschen ab, doch eine Ausgebaute Strecke verleitet zum SCHNELLER fahren!!! Überlegt euch das mal ob ihr wirklich mit eurer Aktion etwas gutes tut!!! Ich zweifle sehr schwer daran!!! 

MfG Roger Peng
Peng's Fahrschule
Zürich

Erstellungsdatum: 22.02.2006
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Absender: Urs Hagen

E-Mail: hagen@neunet.ch

Telefon:

Thema: Der Klausen

Beitrag:

Ich fahre seit 30 Jahren mindestens ein Mal im Jahr über den Klausen. Wir haben 2003 auf dem Klausen den Virago-Club Schweiz gegründet. Es ist ein schöner Pass nicht zu hoch und daher schon bald nach dem Winter befahrbar.
Den Abschnitt kenne ich gut und jedes Mal wenn ich vom Vierwaldstädtersee in Richtung Glarnerland fahre, überfällt mich 
ein unangenehmes Gefühl in diesem Streckenabschnitt, eben ohne Leitplanken und womöglich noch verschmutzte Strasse usw.
Ich glaube auch Leitplanken usw. wären nur ein minimaler Schutz, der Verstand des Fahrers ist hier besser. Wenn man ab und zu die Oberbolzer sieht die über den Klausen heizen wundert es nicht, wenn ab und zu auch einmal ein Unfall passiert. Dies soll keine Unterstellung sein, aber die Berge, in diesem Fall der Klausen sind nicht ungefährlich, daher reicht es nicht alles abzusichern. Neben der Strasse kann es steil nach unten gehen, überall mit und ohne Sicherung. Ich als Motorradfahrer bedaure jeden Motorradfahrer der verunglückt ob mit oder ohne Schuld, auch ich bin in jungen Jahren mit der Enduro oft schneller gefahren als mein Schutzengel fliegen konnte, man konnte mich zum Glück immer wieder zusammenflicken. Ich unterstutze die IG-Motorrad http://www.ig-motorrad.ch mit meiner Mitgliedschaft, sie sind unermüdlich daran, gefährliche Motorradstrecken zu entschärfen, mit Aktionen die die Straßenbauämter fordern. Sie sammeln auch Informationen betreffend, schlechten Straßenbelägen, unzureichende Leitplanken usw. Sie sind auch politisch vertreten in Bern und setzten sich auch für andere Belange der Motorradfahrer ein. Wäre eventuell auch noch ein Anlaufpunkt für ihre Sache.

Alles Gute
Gruss Urs

Erstellungsdatum: 17.02.2006

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Absender: Roland Frehner

Thema: Klausenpass

Beitrag:

Es ist sicher tragisch wenn man ein Familienmitglied durch einen Unfall verliert. Aber ich muss sagen ich fahre den Klausen im Jahr einige male und bin mir auch bewusst das was passieren kann, aber das kann mir auch anderswo zu stoßen. Wenn man wie man eigentlich in der Fahrschule mal gelernt hat (halbe Sichtweise anhalten) den Pass hinauf fährt, verliert auch die Lini vieles von Ihrem Schrecken. Sind wir doch auch ehrlich, je Sicherer etwas gebaut oder umgebaut wird, desto schneller wird auch wieder gefahren. Das kann man an anderen ausgebauten Passstrassen sehen. Auch da gibt es tödliche Unfälle.

Erstellungsdatum: 29.01.2006 
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Vielen Dank für die Zuschriften, die wir bekommen haben. 
zu den obigen 3 noch hier unsere Stellungnahme: 

Es ist ganz normal und selbstverständlich das es unterschiedliche Meinungen gibt. Aber dennoch möchten wir Ihren Argumenten unsere entgegenstellen. Vielleicht finden sich dann doch ein paar Gemeinsamkeiten.

Natürlich ist der Motorradfahrer das schwache Glied in der Kette, aber nicht nur der Motorradfahrer, sondern der Mensch allgemein. Das gilt auch für andere Verkehrsteilnehmer. Für den Motorradfahrer und den Radfahrer natürlich ganz besonders, weil die nicht nur von Ihrer eigenen Fahrweise abhängig sind, sondern auch von der der anderen, den Stärkeren.

Es ist weder unsere Idee noch liegt es in den Möglichkeiten einzelner eine Straße wie die Klausenpassstrecke zu einer Rennstrecke auszubauen. Es sollen auch keine Mauern gebaut werden. Ein Schutzzaun dagegen wäre in unseren Augen nicht schlecht. Er würde das Bild nur unwesentlich beeinträchtigen und damit auch kaum zu einer schnelleren Fahrweise animieren. Dieser Zaun müsste natürlich so gebaut sein, dass er einen Motorradfahrer samt Gefährt auch aufhalten und vor dem Absturz bewahren könnte.

Was die Fahrweise der Motorradfahrer und nicht nur dieser betrifft, sind wir in unseren Meinungen nicht sehr weit auseinander. Wir haben an einem schönen Sonntag im Juni 2002, an dem entsprechend viel los war, fast einen ganzen Tag bei dem Hotel auf der Klausenpass verbracht und die Motorradszene beobachtet und festgestellt, dass die überwiegende Mehrheit "ordentlich" fährt, natürlich auch unterschiedlich und dass es nur einige wenige gibt die so fahren wie Sie es nennen. Ob die nun überwiegend aus der Schweiz oder aus Deutschland kamen haben wir nicht beobachtet. Aber es reicht immerhin soweit, dass alle Motorradfahrer von vielen Leuten als "hirnlose Raser" hingestellt werden. Das konnten wir so nicht feststellen.

Das Geld in Weiterbildungskurse stecken wäre vielleicht eine Idee. Es stellt sich nur die Frage wer das organisiert und ob sie gerade diesen Personenkreis erreichen. 

Wenn Sie jetzt bezweifeln ob unsere Aktion in die richtige Richtung geht, kann man, siehe oben, sicher geteilte Meinung sein. Es gibt sicher genau so viele Befürworter, siehe Spendenstand, wie Kritiker. 

Auch umsichtige Fahrer fahren so wie sie die Situation sehen und einschätzen. Wenn sie sich dann aber anders herausstellt, war die Fahrweise für die vorgefundene Situation sicher nicht angepasst. Wenn jetzt jemand, wie wahrscheinlich unser Sohn auch, die Situation falsch einschätzt, weil er nicht erkennt, dass es Felsnischen gibt, die man nicht einsehen kann, dann ist das sicher ein Fahrfehler, aber muss der zwangsläufig gleich zum Tode führen? Wenn jeder Fahrfehler an jeder Stelle gleich zum Tode führen würde, hätten wir in Deutschland nicht "nur" ca. 7000 Verkehrstote im Jahre (was sicher immer noch zu viel ist), sondern sicher das Vielfache. Die Zahlen der Schweiz kennen wir nicht.

Wir wollen ja nicht mehr und auch nicht weniger erreichen, als das ein Fahrfehler an dieser Stelle nicht gleich mit dem Tode bestraft wird.

Jetzt noch zu der Bevormundung. Nichts läge uns ferner als das. Es ist nur das Schicksal, dass gerade hier schon vor unserem Sohn 3 Tote und das seit nur 1998 zu beklagen waren. Wir kennen die Schweiz, ich war schon viele Wochen beruflich in der Schweiz, so weit, dass wir wissen, dass hier sehr sorgfältig gearbeitet wird und sich die Behörden sicher auch Ihrer Verantwortung bewusst sind und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten danach handeln.

Jetzt noch zu dem Vorschlag mit den Warntafeln. Solche gab es z.T. schon auf der Seite Glarus von Linthal aufwärts immer wiederholend mit der Aufschrift "Schnell, schneller Tod", werden wir gerne aufgreifen und an die Behörden weiterleiten.

Was das Beispiel mit der Bergrettung angeht, man kann natürlich nicht alles absichern, nicht einmal auf den Straßen. Man kann aber vielleicht die Stellen absichern, die sich als Unfallschwerpunkte herausstellen. Das diese Stelle, die wir absichern möchten, nun gerade in der Schweiz liegt, ich erwähnte es schon.

Uschi und Hartmut Schubert

Erstellungsdatum: 16.03.2006
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Absender: Turnwald Daniel
E-Mail: Danyelson@email.de
Telefon:
Thema: BRAVO

Beitrag:

Sehr geehrte Familie Schubert,

nachdem ich Sie persönlich in Stuttgart kennenlernen konnte und mich zwischenzeitlich sehr mit Ihrem Thema auseinandergesetzt habe bleibt mir nur Ihnen zu wünschen das Sie den größten Erfolg mit ihrer Aktion haben  
den man sich im sinne der Verkehrssicherheit nur wünschen kann. Es wâre schade wenn diese Aktion keinen 
Anklang bei allen FreeBikern, MC oder MF'lern finden würde und das nicht nur national, sondern International 
gesehen. Ich für meinen Teil werde alles versuchen um Ihr Thema in Freebikerkreisen publik zu machen, 
vielleicht findet sich doch noch der eine oder andere MF oder MC der sie in irgendeiner Art und weise 
unterstützen kann, zum wohl aller Biker die den "Schräglagentango" lieben !

Wie sagt man so schön Ride Free and Safe

Daniel Turnwald

BU und BVDM Mitglied

Erstellungsdatum: 15.03.2005

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Guten Tag Frau Schubert,

Ich habe heute per Zufall Ihre Internet Seite entdeckt und ich finde es großartig, wie Sie sich Aktiv für die Sicherung dieser Teilstrecke einsetzen.
Ich bin immer wieder bestürzt, wenn ich von Unfällen auf dieser Strecke höre, denn im Sommer werde ich jeden Tag mit dem Verkehr auf der Klausenstrasse konfrontiert, da ich in Bürglen, direkt an der Klausenstrasse wohne. Oft, wenn Auto oder Motorradfahrer an unserem Haus vorbei "flitzen", bete ich, dass ihnen nichts passiert.

Freundliche Grüße
Belinda Gamma
10. Jan. 05

Ihre Vorschläge zur Sicherung der Lini

Bei Fragen zur Website wenden Sie sich bitte an den webmaster